
Der Arbeitskreis Großfeld-Bestrahlungstechniken der DGMP widmet sich der Weiterentwicklung, Standardisierung und Qualitätssicherung komplexer Bestrahlungsverfahren wie der Ganzkörperbestrahlung (TBI), craniospinalen Bestrahlung (CSI) und Ganzhautbestrahlung (TSI).
Ziel ist die Förderung des interdisziplinären Austauschs zwischen Medizinphysik, Strahlentherapie und klinischer Praxis sowie die Schaffung evidenzbasierter Grundlagen für eine sichere und qualitativ hochwertige Anwendung dieser Techniken.
Ein zentraler Fokus liegt aktuell auf einer deutschlandweiten Studienreihe zur TBI:
Publikationen aus dem Arbeitskreis:
- Umfrage zu TBI/CSI/TSI:https://doi.org/10.1016/j.zemedi.2024.09.002
- Beschreibung der TBI-Techniken in Deutschland:https://doi.org/10.1016/j.zemedi.2025.11.003
Aktuell in Begutachtung:
- Vergleichende Planungsstudie zu TBI-Techniken in Deutschland
In Vorbereitung / geplant:
- Multizentrische Phantomstudie zur Validierung und Vergleichbarkeit von TBI-Techniken (Förderantrag in Vorbereitung)
- Risikomanagement beim Übergang von etablierten zu neuen TBI-Techniken
- inkl. regulatorischer Aspekte (MDR, selbsthergestellte Hilfsmittel)
- Weiterentwicklung und konzeptionelle Arbeiten zu TMI und TSI
Perspektive:
Aufbauend auf den Ergebnissen der Studienreihe und insbesondere der Phantomstudie ist geplant, gemeinsam mit klinischen Partnern (Onkologie, Hämatologie) eine evidenzbasierte Leitlinie zur TBI zu erarbeiten. Ziel ist die Formulierung praxisnaher Empfehlungen zu eingesetzten Techniken sowie zur organspezifischen Schonung in Abhängigkeit von der jeweiligen Verschreibung.
Neben der wissenschaftlichen Arbeit bietet der Arbeitskreis eine Plattform für den Austausch zu neuen Technologien, Messmethoden und klinischen Fragestellungen.
Die Mitarbeit steht allen Interessierten offen, die sich aktiv an der Weiterentwicklung der Großfeld-Bestrahlungstechniken beteiligen möchten.